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Worauf es bei der Wahl der richtigen Klimaanlage ankommt

Worauf es bei der Wahl der richtigen Klimaanlage ankommt

Klimageräte bzw. Klimaanlagen gibt es mittlerweile schon relativ lange. Der Amerikaner Willis Carrier erfand im Jahre 1902 die Klimaanlage, weil er ein Mittel gegen Luftfeuchtigkeit suchte. Somit wurde es ermöglicht, die Temperaturen, zumindest in den Räumen, auch im Sommer beeinflussen zu können. Denn für die kalten Jahreszeiten hatten der Mensch schon seit viel längerer Zeit Mittel und Wege gefunden, um es in seinem Umfeld angenehm warm zu haben. Nur gegen die Hitze und Schwüle fehlte lange etwas. Die Klimaanlage ermöglichte endlich ein angenehm kühles, abgeschottetes Drinnen und ein heißes, ungemütliches Draußen. Das veränderte die Welt sehr. Es ermöglichte, dass zum Beispiel weltvergessene Tropennester in florierende Industrie- und Handelszonen verwandelt werden konnten. Der daraus entstehende Wohlstand lockte wie ein Magnet die Menschen vom Land an, wo ihre Arbeit nicht mehr benötigt wurde. Sie löste eine regelrechte Völkerwanderungen aus.

 

Eine gewisse Zeit dauerte es, bis sich die Vorteile der Klimaanlage herumsprachen. Zuerst waren es Filmfabriken, Fleischverarbeiter (Gewerbebetriebe mit empfindlicher Ware) oder Tabakhersteller,die diese Klimaanlagen nutzen. In den 1920er Jahren erkannten die Branchen, dass man gerade in der heißen Jahreszeit die Kundschaft mit kühler Luft sehr gut anlocken konnte. Zuerst war es ein Kino, was seinen Umsatz durch den Einsatz dieser Anlage sprunghaft steigern konnte. Daraufhin folgten weitere Lichtspieltheater und auch die großen Kaufhäuser zogen nach. Alles nahm seinen Anfang in den USA.

 

Klimaanlagen heute

 

Heutzutage sind Klimageräte etwas sehr selbstverständliches, auch im privaten Bereich. So sind schon viele Privatwohnungen und auch Häuser mit dieser Technik ausgestattet. Die Auswahl an Geräten und deren Funktionsweisen ist groß und die Preise sind ebenfalls recht unterschiedlich. Wer heutzutage darüber nachdenkt, sich eine Klimaanlage zuzulegen, der sollte wegen der großen Auswahl auf wichtige Fakten achten. Denn zum Beispiel der Stromverbrauch, die Lautstärke und auch die Kühlleistung sind wichtige und entscheidende Kriterien.

 

Die Vorteile von Klimageräten

 

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine "echte" Klimaanlage anzuschaffen, sollte sich darüber Gedanken machen, ob man wirklich so etwas benötigt und wenn ja, welchen Zweck diese Anlage erfüllen soll. Ein klarer Vorteil der Klimageräte ist natürlich, dass damit die Raumtemperatur reguliert werden kann. Denn gerade in schlecht isolierten Räumen ist die Klimaanlage in den heißen Sommermonaten eine große Wohltat. Ein zusätzlicher Aspekt besteht darin, dass nicht nur für kühle Luft gesorgt wird, sondern dass auch die Sauberkeit und Feuchtigkeit der Luft damit geregelt werden kann. Das ist eine große Hilfe und Erleichterung für Allergiker. Sogar unangenehme Gerüche, die zum Beispiel bei Renovierungsarbeiten entstehen können, verschwinden ebenso zügig wie vollständig.

 

Mögliche Nachteile von Klimageräten

 

Natürlich kann es zu Nachteilen kommen. Ihre Ursachen liegen zumeist darin begründet, dass die Geräte nicht richtig eingesetzt und gewartet werden. So kann die Raumtemperatur schnell zu kühl werden, wenn die Einstellung nicht sachgemäß erfolgt. Man riskiert recht schnell und unbemerkt Erkältungskrankheiten. Auch darf man eine regelmäßige Wartung nicht vergessen oder für unnötig halten. Wer hier nachlässig ist riskiert, dass der positive Effekt der Luftreinigung sich genau ins Gegenteil umwandelt. Anstelle sauberer Luft hat man dann ganz schnell viele Bakterien im Raum. Bedenken muss man auch, dass egal wie energiesparend die modernen Anlagen sind, diese trotzdem  Strom verbrauchen.

 

Worauf sollte man beim Kauf für Zuhause achten?

 

Wer jetzt nach reiflicher Überlegung und Abwägung der Vor- und Nachteile sich dazu entschlossen hat, sich eine Klimaanlage zuzulegen, wird sich nun die Frage stellen, welches Modell auch das Beste für die eigenen Bedürfnisse ist. Hier kann schon sehr entscheidend sein, ob man das Gerät in eine bestehende Wohneinheit integrieren möchte oder ob diese bei einen Neubau mit eingeplant werden soll. Auch muss der Kältebedarf realistisch eingeschätzt werden. Da spielt es es eine Rolle, für welchen Zeitraum die Kühlung im Jahr benötigt wird. Hier kann man überlegen, ob man mit einem Wärmepumpengerät zurecht kommt, das man auch als Heizung verwenden kann. Auch die Anzahl und die Größe der Räume ist ausschlaggebend. Man sollte das Thema Lüften nicht vollkommen außer Acht lassen, nur weil man über ein Klimagerät verfügt.

 

Der Energieverbrauch

 

Wie bei allen anderen Haushaltsgeräten auch, sollte man auf die Energieeffizienzklasse achten. Hier ist die Energieeffizienzklasse A zu empfehlen. Denn ein A-Gerät verbraucht, je nach Gerätetyp, immerhin etwa 11 bis 15 Prozent weniger Energie als ein Gerät, das gerade noch Klasse C erreicht. Das Gute dabei ist, dass sparsame Raumkühler nicht einmal teurer als die "Energiefresser" sein müssen. Diese Energieeffizienzklassen-Kennzeichung ist gesetzlich vorgeschrieben. Falls sie fehlt, sollte man unbedingt nachfragen oder einen anderen Anbieter suchen, damit man den Energieverbrauch auch wirklich richtig vergleichen kann.

 

Die Geräuschentwicklung

 

Geräusche wird jedes Gerät verursachen. Die Frage ist nur, wie laut und störend diese sein können. Daher sollte man sich auch auf jeden Fall nach der Lärmentwicklung des Gerätes erkundigen und sich nicht nur mit einer allgemeinen Aussagen wie "leiser Betrieb" zufrieden geben. Ein entsprechender Dezibel-Wert bestätigt die Aussage und man hat eine genauere Vorstellung. Einige Raumklimageräte können eine Geräuschentwicklung von über 50 Dezibel erreichen. Das ist dann durchaus Zimmerlautstärke. Die modernen Geräte können dabei zum Teil deutlich darunter bleiben.

 

Die verschiedenen Arten von Klimaanlagen

 

Die zentrale Klimaanlage

 

Wer eine Gebäude nachrüsten will sollte wissen, dass es mit einer zentralen Klimaanlage zu einem sehr hohen baulichen Aufwand kommen wird. Auch sollte der Kostenfaktor dabei nicht unterschätzt werden. Die Dämmung ist bei dem Gebäude sehr wichtig, wenn dieses mit der Lüftungsanlage ausgestattet werden soll. Sind die wichtigen Faktoren geklärt und gegeben, könnte das ganze Objekt über ein Lüftungsverteilernetz dauerhaft oder einzeln regulierbar mit Frischluft versorgt werden.

 

Die dezentrale Klimaanlage

 

Der Aufwand ist bedeutend weniger und die Anschaffung ist auch wesentlich wirtschaftlicher, wenn man über eine dezentrale Anlage nachdenkt. Beim Aufbau werden hier die einzelnen Lüftungsschächte an die Außenwand der jeweiligen Räume angebracht. Ein schöner Vorteil dabei ist, dass man sich hier zwischen einer reinen Kühlung oder einer Zu- und Abluftzufuhr entscheiden kann. So könnte man sich eine Wärmerückgewinnung sichern. Die dezentrale Klimaanlage könnte zudem auch lediglich nur ein Zehntel der Betriebskosten verursachen gegenüber der zentralen Anlage.

 

Die moblien Klimaanlagen

 

Eine besonders finanziell günstige Alternative ist die mobile Klimaanlage. Das Besondere an diesen Geräten ist zusätzlich, dass diese je nach Bedarf in einen anderen Raum geschoben werden können, um dort die Luft ganz nach Wunsch herunterzukühlen. Diese Anlagen sind nicht an eine feste Installation gebunden und somit entfallen auch die weiteren Kosten für die feste Installation. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Dachgeschoss oder um den Keller handelt. Es muss nur gewährleistet sein, dass durch einen Spalt im Fenster der Schlauch gehangen werden kann, damit dadurch die warme Innenluft nach außen gelangen kann. Bei manchen modernen mobilen Geräten kann man sogar auf das geöffnete Fenster verzichten. Dann ist das Kühlgerät durch ein dünnes Kabel mit dem dazugehörigen Ablüfter für den Außenbereich verbunden. Diesen Ablüfter kann man je nach Möglichkeit an der Häuserfassade anbringen oder auf den Balkon stellen. Die dadurch entstehenden Kosten für diese Alternative sind relativ gering. Ein weiterer Vorteil dieser Anschaffung wäre auch, dass die Anlage nur dann Strom verbraucht, solange sie tatsächlich genutzt wird.

 

Mobiler Luftkühler oder mobile Klimaanlage?

 

Um hier Klarheit zu schaffen muss man sagen, dass ein sogenannter Luftkühler eigentlich auch nur ein besserer Ventilator ist. Der Unterschied zu einer mobilen Klimaanlage besteht darin, dass der Luftstrom des Luftkühlers zwar kühl aufgrund der Strömung scheint, jedoch der Raum durch den Einsatz des Ventilators gar nicht wirklich gekühlt wird. Tatsächlich würde man dafür eine echtes Klimagerät benötigen. Weil eben der Luftkühler nicht das gleiche wie eine mobile Klimaanlage ist, sollte man beim Kauf aufpassen. Man kann aber den Unterschied schon oft am Preis erkennen.

 

Wie funktionieren die mobilen Klimaanlagen?

 

Die Funktionsweise ist im Grunde genommen recht einfach: Die mobilen Klimageräte entziehen der Raumluft die Wärme und die Feuchtigkeit. Die entzogene Wärme wird mit dem Abluftschlauch nach draußen transportiert. Dagegen wird dann kalte Luft in den Raum geblasen. Gleichzeitig wird bei der Kühlung des Raums auch der Luft Feuchtigkeit entzogen. So empfinden die Nutzer oft neben der Kühlung auch eine angenehme Frische. Das entzogene Wasser wird in einem Behälter der mobilen Anlage gesammelt. Diese Behälter muss dann von Zeit zur Zeit immer wieder mal geleert werden. Wichtig ist, dass man auf die Kühlleistung achtet. Die Watt-Zahl ist hierbei hilfreich. Die Quadratmeter-Zahl ist zu beachten und wie schnell das Gerät den Raum herunterkühlen kann. Der Stromverbrauch bei den Geräten ist auch abhängig davon, wie heiß es in dem Raum ist. So wird das mobile Klimagerät auch mehr Strom verbrauchen, wenn es sich mehr "anstrengen" muss, um die gewünschte Gradzahl im Raum zu erreichen. Auch hier sei noch einmal die Wichtigkeit der Energieeffizienzklasse zur Erinnerung erwähnt.

 

Generelles zum Schluss

 

Ein Gerät muss zu dem Kühlungsbedarf passen. Muss der Raumkühler permanent an seiner Grenze der Leistungsfähigkeit arbeiten (kann an dem zu großen oder zu heißen Raum liegen), wird er sicher schneller verschleißen und zusätzlich auch noch überdurchschnittlich viel Energie verbrauchen.

 

Grundsätzlich kann man sagen, je zuverlässiger und exakter sich die benötigte Kühl- und Entfeuchtungsleistung einstellen lässt, um so besser wird es funktionieren. Die modernen Geräte schalten sich nicht mehr nur einfach ein und aus. Sie verfügen noch über einen flexiblen Kompressor, dessen Drehgeschwindigkeit sich an den Kühlungsbedarf anpassen kann. Man kann noch zusätzlich auf praktische Zusatzfunktionen achten. Diese wären zum Beispiel eine Fernbedienung, ein Timer, eine Programmfunktion, Luftfilterung, Luftauslässe oder eine Wärmepumpenfunktion.

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